Start Profimannschaft Hansa. (K)ein Wintermärchen

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    Hansa. (K)ein Wintermärchen PDF Drucken E-Mail
    Geschrieben von: Uwe   
    Montag, den 28. November 2011 um 13:44 Uhr

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    Im traurigen Monat November war's,

    die Tage wurden trüber,

    der Wind riss von den Bäumen das Laub,

    da fuhr ich nach Rostock hinüber.


    Und als ich an das Stadion kam,

    da fühlt' ich ein stärkeres Klopfen

    in meiner Brust, ich glaube sogar

    die Augen begunnen zu tropfen.

    (frei nach Heinrich Heine)


    Es ist zum Heulen. Die Hinrunde der Saison 2011/12 ist so gut wie beendet und Hansa taumelt, nein stürzt mit Riesenschritten dem erneuten Abstieg entgegen. Mit einem am Ende sogar schmeichelhaften 2:5 im heimischen Ostseestadion gegen den 1. FC Union Berlin setzte die Mannschaft am Freitagabend einen neuerlichen Tiefpunkt auf einer nach unten offenen Skala des Grauens. Blieb zu Beginn der Saison angesichts ausbleibender Siege noch ein kleiner Hoffnungsschimmer aufgrund spielerisch ansprechender Darbietungen, bei denen oftmals einfach ein bisschen Glück fehlte, ist dieses zarte Lichtlein nun – im Advent – fast erloschen.

    Da tröstet es nur wenig, dass immerhin zwei Tore gelangen, auch wenn ich mich zumindest für die beiden Torschützen freue und ihnen wünsche, daraus wenigstens ein bisschen Selbstvertrauen zu schöpfen. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, Ergebnis zwingender Offensivaktionen waren beide Treffer nicht. Spielaufbau und offensive Ideen – Fehlanzeige, da müssen wir uns momentan gar nicht den Kopf darüber zerbrechen, ob unsere Stürmer nun treffen oder nicht. Unser so hoch gelobtes Mittelfeld der Vorsaison existiert nicht mehr, langsam muss aber auch der letzte begriffen haben, dass man in der 2. Liga nicht mehr einfach so durch die gegnerischen Abwehrreihen spazieren kann wie noch vor wenigen Monaten.

    In der Defensive eroberte Bälle landen mangels Präzision im Zuspiel oder einfach aufgrund von Schwächen bei der Ballannahme postwendend beim Gegner. Ein bestens organisierter und an diesem Abend spielkulturell um Klassen besserer Gast aus Berlin offenbarte schonungslos jede noch so kleine Schwäche im Spiel unserer Hanseaten, letztlich waren wir mit dem Ergebnis noch gut bedient.

    Eigentlich kann ich den Bericht an dieser Stelle schon beenden, mehr will mir in der momentanen Gesamtsituation um unseren FC Hansa einfach nicht einfallen. Vielleicht darf ich abschließend noch ein paar Grüße loswerden:

    Ein herzliches Dankeschön geht nach Berlin für eine sehr sehenswerte Pyro-Einlage Anfang der zweiten Halbzeit, die das geschundene Hanseatenherz wenigstens kurzzeitig erwärmen konnte und den Beweis lieferte, dass es auch ohne Artilleriefeuer auf andere Blöcke gehen kann, sehr hübsch. Grüße gehen an den Union-Fanclub Wildauer Kickers – im Sommer wird zurück gefeiert!

    Ich grüße herzlich unseren (Noch-)Sponsor. Ganz großes Kino, sich bei Vereinen wie Hansa Rostock und Dynamo Dresden einzukaufen, um dann bei jeder Gelegenheit medienwirksam das angekratzte eigene Image aufzupolieren und gleichzeitig noch die eigenen Kosten zu senken. Ich (das gilt für mich persönlich) werde DIESEM „Partner" keine Träne nachweinen, wobei mir durchaus bewusst ist, dass sein Ausstieg die Lage unseres Vereines zusätzlich verschärft.

    Keine Grüße gehen an den DFB, der mit seinem Urteil gegen Dynamo Dresden endlich den dortigen „Problemfans" ein für allemal das Handwerk gelegt hat. Glückwunsch, ich bin schon gespannt, welche Sanktionen uns auf die gute Seite der Macht zurückholen.

     

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